Cantus Domus

 

Der junge Berliner Chor Cantus Domus wurde auf Initiative von Lena Schoenfelder im Jahr 1996 gegründet. Seither hat er sich, unter der künstlerischen Leitung von Ralf Sochaczewsky, in der Berliner Chormusikszene etabliert und über die Stadtgrenzen hinaus auf sich aufmerksam gemacht. Sein Erfolg gründet sich sowohl in einem umfangreichen musikalischen Repertoire, das sich von der Renaissance bis hin zu zeitgenössischen Werken erstreckt, als auch in der aufgeschlossenen Zusammenarbeit mit anderen Chören, Orchestern und Dirigenten, sowie seinem Mut zu außergewöhnlichen Projekten.

 

So ist eines der eindringlichsten Zeugnisse der Arbeit von Cantus Domus die erfolgreiche Reihe der KonzeptKonzerte, deren Grundidee im Jahr 2008 von Chormitglied Paul Liebrecht entwickelt wurde, in denen der Chor das gewohnte Terrain chormusikalischer Aufführungspraxis verlässt und die Zuhörer räumlich in die Konzerte einbezieht. Nach SINGINGPOOL (2008, Stadtbad Steglitz), (T)Raumklänge (2009, Villa und Kirche Elisabeth), Ruheräume? (2010, Tempodrom) und Schallmauern (2011, Heilig-Kreuz-Kirche) war Hochzeiten (2012, Kesselhaus der Kulturbrauerei) das fünfte Konzert in dieser Reihe - aufwändig choreographiert und musikalisch anspruchsvoll. Es folgten die KonzeptKonzerte Nachtwanderung (2013, Kühlhaus Berlin), eine inszenierte Johannespassion (2014, Heilig-Kreuz-Kirche) und 2015 dann SYNTHESIS, ein Konzert für Chor, Synthesizer und DJ mit Mads Brauer im KINDL-Zentrum für zeitgenössische Kunst und Kultur.

 

Zusammen mit dem Partnerensemble Ensemberlino Vocale trat Cantus Domus bereits mehrfach mit dem Deutschen Symphonie Orchester Berlin (DSO) in der Philharmonie Berlin auf: im April 2012 bei der Aufführung von Giacomo Puccinis „Suor Angelica“ und Paul Hindemiths „Sancta Susanna“ (unter der Leitung von Hans Graf),im Februar 2011 bei Gustav Holsts „Die Planeten“ (dirigiert von Hannu Lintu) und im September 2010 bei Maurice Ravels „Daphnis et Chloé“ (unter der Leitung von David Robertson). Beide Chöre waren gemeinsam mit dem DSO zudem zu Gast in der Philharmonie Essen: Im Februar 2012 führten sie dort Gustav Mahlers 2. Sinfonie, die „Auferstehungssinfonie“ (unter der Leitung von Jonathan Nott), auf.

 

Bereits zweimal war Cantus Domus Gast des Young Euro Classic Festivals im Konzerthaus Berlin: 2012 trat der Chor beim ersten Chorkonzert des Festivals mit Werken von Sergej Rachmaninov und der Uraufführung einer Auftragskomposition von Vladimir Rannev auf; 2009 bestritt Cantus Domus mit Ensemberlino Vocale und dem Tokyo Geidai Symphonieorchester das Jubiläumskonzert des 10. Young Euro Classic Festivals mit Beethovens Sinfonie Nr. 9 (unter der Leitung von Ken Takaseki).

 

Eine Einladung erhielt Cantus Domus auch vom Rundfunkchor Berlin zu Pfingsten 2007 für die deutsche Erstaufführung von John Taveners „The Veil of the Temple“ (unter der Leitung von Simon Halsey) im Hamburger Bahnhof Berlin.

 

Als weitere große Werke sind hervorzuheben: die Aufführung von Georges Bizets „Carmen“ in der Philharmonie Berlin (2012), „Das klagende Lied“ von Gustav Mahler im Herkulessaal der Residenz München (2011), Johann Sebastian Bachs „Weihnachtsoratorium“ im Konzerthaus Berlin (2010), Giuseppe Verdis „Requiem“ im Konzerthaus Berlin (2009), Johann Sebastian Bachs „Johannespassion“ in der Heilig-Kreuz-Kirche Berlin und in Danzig (2008), Gioachino Rossinis „Petite Messe Solennelle“ in der Heilig-Kreuz-Kirche Berlin (2007), Ludwig van Beethovens Sinfonie Nr. 9 in der Philharmonie Berlin (2005) sowie Felix Mendelssohn Bartholdys „Elias“ in der Gethsemanekirche und im Konzerthaus Berlin (2004/2011).

 

Bedeutende internationale musikalische Begegnungen finden und fanden mit dem nicaraguanischen Chor In Crescendo, dem North London Chorus, dem polnischen Kammerorchester Elbląg sowie dem Kammerorchester der Danziger Musikakademie und dem Kammerorchester der Minsker Philharmonie statt.

 

Neben den zahlreichen Konzerten in großer Besetzung treten verschieden besetzte Kammerensembles des Cantus Domus auch mit kleineren Projekten auf. So finden regelmäßig im Sommer Konzerte im Berliner Umland unter dem Titel BIKE&SING statt. Bereits mehrfach war Cantus Domus für Inszenierungen der Kammeroper Schloss Rheinsberg verpflichtet: zuletzt im Sommer 2012 für Wolfgang Amadeus Mozarts „Hochzeit des Figaro“ und im Sommer 2011 für Antonin Dvořáks „Rusalka“.

 

Cantus Domus ist Mitglied des Chorverbandes Berlin und erhält eine Basisförderung durch die Kulturverwaltung des Berliner Senats. Zusätzlich trägt sich der Chor durch das ehrenamtliche Engagement seiner Mitglieder, den Erfolg seiner Konzerte sowie private Fördermitglieder. Das musikalische Profil des Chores, der heute über 100 aktive Mitglieder hat, wird durch wöchentliche Stimmproben von Musikstudierenden, intensive Probenphasen mit zwei Dirigenten sowie eine regelmäßige Stimmbildung durch die professionelle Sängerin und Stimmbildnerin Yvonne Frazier geprägt.

 

 

 

 

 

Cantus Domus

Foto: © Joanna Scheffel

Auszeichnungen

2014

 

Projektförderung des 7. KonzeptKonzerts Johannespassion durch die Kulturverwaltung des Berliner Senats

 

Basisförderung durch die Kulturverwaltung des Berliner Senats

 

 

2013

 

Förderung der Konzertreise Klangbrücken 2013 durch das Goethe Institut

 

Projektförderung des 6. KonzeptKonzerts Nachtwanderung durch die Kulturverwaltung des Berliner Senats

 

Förderung des Gedenkkonzerts in Erinnerung an den Aufstand im Warschauer Ghetto vor 70 Jahren durch die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit

 

Basisförderung durch die Kulturverwaltung des Berliner Senats

 

 

2012

 

Projektförderung des 5. KonzeptKonzerts Hochzeiten durch die Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin und durch die Kulturverwaltung des Berliner Senats

 

Basisförderung durch die Kulturverwaltung des Berliner Senats

 

 

2010

 

3. Preis in der Kategorie A2 (gemischte Chöre ab 41 Mitwirkende) beim Chorwettbewerb des Deutschen Musikrats

 

 

2009

 

1. Preis beim Chorwettbewerb des Landesmusikrats 2009 in Berlin

 

 

Mehr zur Chronik und Satzung von Cantus Domus e.V.